Stempelgröße und Auflösung: Pixel, Millimeter und DPI

Von Seal GeneratorVeröffentlicht am 2026-06-20

Im Editor sah der Stempel gestochen scharf aus. Im Word-Vertrag ist er so groß wie ein Bierdeckel. Sie verkleinern ihn, drucken die Seite, und die Anschriftzeile ist zu einem blassen Fleck geworden. Oder umgekehrt: Am Bildschirm stimmt die Größe, aber auf Papier wirkt der Abdruck weich, wie die Kopie einer Kopie.

Das ist kein Gestaltungsproblem. Es ist ein Missverständnis zwischen drei Maßeinheiten, Pixel, Millimeter und DPI, und darüber, welches Programm sich nach welcher richtet. Wer weiß, welche Zahl welchen Schritt steuert, bekommt vorhersehbare Ergebnisse.

Pixel, Millimeter und DPI haben verschiedene Aufgaben

  • Pixel (px) beschreiben, wie viel Detail eine PNG enthält. Mehr Pixel erlauben eine größere Darstellung, ohne dass es unscharf wird.
  • Millimeter (mm) beschreiben die gewünschte Größe auf dem Papier.
  • DPI verbindet beides und sagt der Drucksoftware, wie dicht die Pixel gesetzt werden. Fehlende Details erzeugt DPI nicht.

Die Umrechnung:

Pixel = Millimeter ÷ 25,4 × DPI

Ein 58 mm breiter Firmenstempel braucht bei 300 DPI rund 685 Pixel Breite, ein 40 mm großes Rundsiegel rund 472 Pixel. Ein, zwei Pixel Abweichung spielen keine Rolle.

Zuerst die physische Größe festlegen

Die meisten Größenfehler entstehen, weil nie entschieden wurde, wie groß der Stempel auf dem Papier sein soll. Klären Sie das vor dem Export. Gibt ein Empfänger, eine Druckerei, ein Bankformular oder eine interne Vorgabe eine Größe vor, gilt diese. Sonst helfen typische Werte:

| Stempelart | Übliche Größe | |---|---| | Firmenstempel, rechteckig (Selbstfärber) | Textplatten etwa 38 × 14, 47 × 18 oder 58 × 22 mm | | Firmenstempel mit Logo oder vielen Zeilen | etwa 60–70 mm breit | | Eingangs- oder Datumsstempel | etwa 40–50 mm breit | | Rundes Firmen- oder Vereinssiegel | etwa 30–45 mm Durchmesser | | Chinesisches Firmensiegel (für Partner in China) | etwa 40–42 mm Durchmesser |

Diese Werte sind Orientierung, keine Vorschrift. In Deutschland gibt es für Firmenstempel keine gesetzlichen Maße; die gängigen Größen ergeben sich aus den Plattenformaten der Stempelhersteller. Wie ein deutscher Firmenstempel typischerweise aufgebaut ist, zeigt die Vorlage deutscher Firmenstempel.

Im Siegel-Generator stellen Sie die Größensteuerung auf mm + DPI und geben die physische Größe ein. Der Editor zeigt die passende Pixelzahl an.

Die DPI nach dem Zweck wählen

  • 300 DPI sind der praktische Standard für alles, was auf einem Bürodrucker landet oder als PDF womöglich gedruckt wird.
  • 150 DPI genügen oft für Dokumente, die nur am Bildschirm gelesen werden, und halten Dateien klein.
  • 600 DPI oder Vektorgrafik lohnen sich für sehr kleine Stempel mit feinen Details oder für den professionellen Druck. Fragen Sie die Druckerei.

Mehr ist nicht automatisch besser. Ein 58-mm-Stempel mit 1200 DPI hat über 2700 Pixel Breite, bläht jedes Dokument auf und bringt auf dem Bürodrucker keinen sichtbaren Gewinn.

Exakt platzieren, nicht nach Augenmaß

Diesen Schritt überspringen die meisten. Bilddateien können einen DPI-Wert mitführen, aber Programme lesen ihn unterschiedlich. Dieselbe 685-Pixel-Datei landet in Word, LibreOffice und einem PDF-Editor womöglich in drei verschiedenen Größen. Verlassen Sie sich nicht darauf, wie groß ein Bild beim Einfügen erscheint. Legen Sie die Größe fest.

  • Word: Rechtsklick › Größe und Position, Seitenverhältnis sperren, Breite eingeben, etwa 5,8 cm. Siehe Siegel in PDF oder Word einfügen.
  • LibreOffice Writer: Rechtsklick › Eigenschaften › Typ, Breite in Zentimetern.
  • PDF-Werkzeuge: arbeiten oft in Punkt, 1 Punkt = 1/72 Zoll. 58 mm sind etwa 164 Punkt. Das PDF-Stempelwerkzeug bietet feste physische Größen an.

Abkürzung: Der Generator kann auch ein PDF oder eine Word-Datei exportieren, in der der Stempel bereits in Originalgröße sitzt.

Portale, Formulare und Dateigrenzen

Online-Formulare, die ein Stempel- oder Unterschriftsbild verlangen, interessieren sich meist für Pixel und Dateigröße, nicht für Millimeter. Typisch sind Angaben wie "PNG oder JPG, höchstens 200 KB, mindestens 300 × 300 Pixel". Halten Sie sich an die Vorgaben:

  • Ist eine Mindestgröße angegeben, exportieren Sie mindestens so groß.
  • Ist eine Höchstgröße angegeben, ist eine transparente PNG eines schlichten Stempels bei 300 bis 700 Pixeln meist klein genug. Reduzieren Sie lieber die Pixel leicht, als auf ein stark komprimiertes JPG umzusteigen.
  • Zeigt das Portal eine Vorschau, prüfen Sie dort die Lesbarkeit. Diese Vorschau sieht oft auch die Sachbearbeitung.

Die übrige Checkliste steht in Stempelbild für Online-Formulare vorbereiten.

Ein einfacher Ablauf für Dokument und Druck

  1. Endgröße festlegen, in Millimetern oder, nur für den Bildschirm, in Pixeln.
  2. Millimeter und DPI vor der Feinarbeit einstellen, denn bei kleiner Ausgabe werden dünne Linien und kleine Schrift schnell unleserlich.
  3. Mit genug Pixeln exportieren. PNG für Bürodokumente, SVG, wo Vektorgrafik angenommen wird. Die Abwägung steht in SVG oder PNG für Siegel.
  4. In der Anwendung auf die vorgesehene Größe setzen, ausdrücklich.
  5. Bei 100 % prüfen und einen Probedruck machen, auf dem Drucker, der tatsächlich benutzt wird.

Typische Größenfehler

  • Eine kleine PNG im Dokument aufziehen. Sie wird größer, nicht schärfer. Neu und größer exportieren.
  • Hochauflösend exportieren, ohne die Platzierungsgröße zu ändern. Eine 4×-Datei hilft nur, wenn die Breite im Dokument gleich bleibt. Sonst ist der Stempel einfach viermal so groß.
  • DPI für Qualität halten. Ein 160-Pixel-Bild mit 600 DPI-Angabe enthält trotzdem nur 160 Pixel.
  • Mit "An Seite anpassen" drucken. Viele Druckdialoge verkleinern die ganze Seite leicht, und der Stempel schrumpft mit. Für exakte Maße "Tatsächliche Größe" oder 100 % wählen.
  • Nur in der vergrößerten Vorschau urteilen. Linien, die bei 300 % gut aussehen, verschwinden in Originalgröße oder laufen zu.
  • Ein weißer Kasten um den Stempel. Für Überlagerungen braucht es einen transparenten Hintergrund, siehe Transparentes PNG-Siegel erstellen.

Wenn das Dokument gescannt oder gefaxt wird

Ein gestempeltes Dokument, das gedruckt, unterschrieben und wieder eingescannt wird, verliert bei jedem Schritt Details. Multifunktionsgeräte scannen oft mit 200 DPI, und feine Linien und kleine Schrift verschwimmen. Wenn Sie wissen, dass ein Dokument diesen Weg nimmt, wählen Sie einen etwas größeren Stempel, kräftigere Linien und weniger Kleinkram. Drucken und scannen Sie vor dem Versand eines ganzen Stapels ein Exemplar zur Probe.

Kurze Checkliste vor dem Export

  • Die Endgröße ist bekannt, in Millimetern oder Pixeln.
  • Die PNG hat genug Pixel für diese Größe bei 300 DPI.
  • Schrift und Rahmen sind in Originalgröße lesbar.
  • Transparenter Hintergrund ist aktiv, wenn der Stempel Inhalt überlappt.
  • Das Ziel akzeptiert Format und Dateigröße.
  • Ein Probedruck in 100 % wurde im echten Dokument geprüft.

Größe ist Teil der Gestaltung. Früh festlegen, exakt platzieren, in Endgröße prüfen, und die meisten Probleme mit unscharfen oder übergroßen Stempeln treten gar nicht erst auf.

Verwandte Anleitungen

Jetzt erstellen

← Zurück zu allen Beiträgen